Kartenausgabe und Reihenfolge
Die korrekte Reihenfolge der Kartenausgabe bildet das strukturelle Rückgrat jeder Texas Hold’em Partie. Während erfahrene Spieler diese Abläufe verinnerlicht haben, stellt das präzise Verständnis der Ausgabesequenz für Einsteiger oft eine erste Hürde dar. Dieser detaillierte Leitfaden führt dich Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf einer Hand – von den ersten Blinds bis zum finalen Showdown. Du erfährst nicht nur, wann welche Karten ausgeteilt werden, sondern auch warum diese Reihenfolge strategisch bedeutsam ist und wie du dieses Wissen für dein Spiel nutzen kannst.

Warum die Reihenfolge der Kartenausgabe entscheidend ist
Texas Hold’em ist ein Spiel präziser Strukturen und festgelegter Abläufe. Die Reihenfolge der Kartenausgabe ist dabei kein willkürliches Regelwerk, sondern das Ergebnis jahrhundertelanger Entwicklung des Pokerspiels. Sie garantiert Fairness, verhindert Betrug und schafft die strategische Tiefe, die Texas Hold’em so faszinierend macht.
Im Gegensatz zu einfacheren Kartenspielen erhält beim Texas Hold’em nicht ein einzelner Spieler alle Karten auf einmal. Stattdessen verteilt sich die Information über mehrere Runden, wobei jede Phase neue strategische Möglichkeiten eröffnet und gleichzeitig Spannung aufbaut. Das Verständnis dieser Struktur ist fundamental für jeden, der das Spiel nicht nur spielen, sondern auch meistern möchte.
Der komplette Ablauf der Kartenausgabe
Jede Hand im Texas Hold’em folgt einem strikt definierten Protokoll. Vom ersten Blind bis zum finalen Showdown durchläuft das Spiel mehrere klar abgegrenzte Phasen. Das folgende Schema zeigt den vollständigen Ablauf in chronologischer Reihenfolge.
Bevor eine einzige Karte den Tisch berührt, müssen die Pflichteinsätze platziert werden. Der Spieler direkt links vom Dealer-Button setzt den Small Blind (halber Mindesteinsatz), sein linker Nachbar den Big Blind (voller Mindesteinsatz). Diese Blinds rotieren nach jeder Hand im Uhrzeigersinn und garantieren, dass in jedem Pot bereits Chips liegen, um die es sich zu spielen lohnt.
Die Blind-Struktur ist das Herzstück der Spielökonomie. Ohne sie gäbe es keinen Anreiz, Hände zu spielen, und das Spiel würde zum Stillstand kommen. In Turnieren steigen die Blinds regelmäßig an, um das Spiel zu beschleunigen und Entscheidungen zu erzwingen.
Nun beginnt die eigentliche Kartenausgabe. Der Dealer verteilt zwei verdeckte Karten an jeden Spieler am Tisch. Diese sogenannten Hole Cards oder „Pocket Cards“ sind streng geheim – nur du kennst ihre Werte. Die Verteilung erfolgt im Uhrzeigersinn, beginnend beim Small Blind, und zwar Karte für Karte: Erst erhält jeder Spieler eine Karte, dann wird die zweite Runde ausgeteilt.
Diese zwei Karten bilden das Fundament deiner Hand. Sie bestimmen maßgeblich, ob du eine Hand spielst oder foldest, ob du aggressiv setzt oder vorsichtig agierst. Erfahrene Spieler kategorisieren ihre Startkarten in Gruppen von Premium-Händen (wie AA, KK) bis hin zu spekulativen Händen (wie kleine Suited Connectors).
Nach Erhalt der Hole Cards beginnt die erste Wettrunde, das sogenannte Preflop. Der Spieler links vom Big Blind („Under the Gun“ – UTG) eröffnet die Aktion. Er hat drei Optionen: Fold (Karten abwerfen), Call (Big Blind mitgehen) oder Raise (Einsatz erhöhen). Die Runde läuft im Uhrzeigersinn, bis alle aktiven Spieler den gleichen Betrag gesetzt haben.
Das Preflop ist die Phase mit den meisten Entscheidungen und gleichzeitig die kritischste. Hier entscheidet sich, wer mit welchen Händen in die nächsten Straßen geht. Eine solide Preflop-Strategie ist das Fundament für langfristigen Poker-Erfolg.
Nach Abschluss der Preflop-Wettrunde deckt der Dealer drei Gemeinschaftskarten gleichzeitig in der Tischmitte auf – den Flop. Diese Karten können von allen Spielern genutzt werden, um ihre beste 5-Karten-Hand zu bilden. Vor dem Auslegen des Flops verbrennt der Dealer eine Karte (Burn Card), um Betrugsversuche zu verhindern.
Der Flop ist oft der dramatischste Moment einer Hand. 71% deiner finalen Hand sind nun sichtbar (3 von 5 benötigten Karten plus deine 2 Hole Cards = 5 von 7 verfügbaren Karten). Spieler wissen nach dem Flop meist ziemlich genau, wo sie stehen – ob sie die beste Hand halten, auf einen Draw hoffen oder aufgeben sollten.
Nach dem Flop folgt die zweite Wettrunde. Anders als beim Preflop beginnt hier der erste noch aktive Spieler links vom Dealer-Button. Eine wichtige neue Option kommt hinzu: Check (weitergeben ohne zu setzen), sofern noch niemand gesetzt hat. Die Runde endet, wenn alle Spieler gecheckt haben oder alle Einsätze ausgeglichen sind.
Post-Flop-Spiel erfordert ein tiefes Verständnis von Board-Texturen, Handstärken und Gegnertendenzen. Hier trennt sich oft die Spreu vom Weizen – Anfänger machen Post-Flop die meisten kostspieligen Fehler.
Nach der zweiten Wettrunde verbrennt der Dealer erneut eine Karte und legt dann die vierte Gemeinschaftskarte offen neben den Flop – den Turn (auch „Fourth Street“ genannt). Mit nun vier Gemeinschaftskarten haben die Spieler ein noch klareres Bild ihrer Handstärke.
Der Turn ist oft entscheidend für Draw-Hände. Wer nach dem Flop auf einen Flush oder eine Straße hofft, hat nur noch eine Chance, seine Karte zu treffen. Die Pot Odds verändern sich dramatisch, und viele Draws, die am Flop noch profitabel waren, werden am Turn zu teuren Fehlinvestitionen.
Die dritte Wettrunde folgt dem Turn nach dem gleichen Schema wie die Post-Flop-Runde. In vielen Spielformaten, besonders in Fixed Limit Hold’em, verdoppeln sich die Einsätze ab dem Turn. Dies erhöht den Druck auf Spieler mit marginalen Händen und belohnt aggressive Spielweisen.
Am Turn werden die Pots oft signifikant größer. Spieler mit starken Händen setzen auf Value, Bluffer versuchen ihre letzten Moves, und Spieler mit Draws müssen die kritische Entscheidung treffen: weiterspielen oder aufgeben.
Der Dealer verbrennt eine letzte Karte und legt dann die fünfte und finale Gemeinschaftskarte auf den Tisch – den River (auch „Fifth Street“ genannt). Nun stehen alle Karten fest, und jeder Spieler kennt seine endgültige Handstärke. Es gibt keine weiteren Karten mehr, keine Hoffnung auf Verbesserung.
Der River ist der Moment der Wahrheit. Draws wurden entweder getroffen oder verfehlt. Die besten Hände setzen auf maximalen Value, und erfahrene Spieler nutzen diese letzte Straße für präzise Bluffs oder Hero Calls. Hier werden die größten Pots gewonnen und verloren.
Die letzte Wettrunde folgt dem River. Dies ist die finale Gelegenheit, Chips in den Pot zu investieren oder einen Bluff durchzusetzen. Nach dieser Runde kommt es entweder zum Showdown (wenn mehrere Spieler übrig sind) oder ein Spieler gewinnt uncontested (wenn alle anderen gefoldet haben).
River-Entscheidungen sind oft die schwierigsten im Poker. Mit vollständiger Information über das Board, aber unvollständiger Information über die gegnerischen Hände, erfordert diese Phase maximale analytische Fähigkeiten und psychologisches Gespür.
Wenn nach der finalen Wettrunde mehrere Spieler im Pot verbleiben, kommt es zum Showdown. Die Spieler decken ihre Hole Cards auf, und die beste 5-Karten-Kombination aus den sieben verfügbaren Karten (2 Hole Cards + 5 Gemeinschaftskarten) gewinnt den Pot. Bei identischen Händen wird der Pot aufgeteilt (Split Pot).
Der Spieler, der in der letzten Runde als letztes gesetzt oder erhöht hat, muss seine Karten zuerst zeigen. Die anderen Spieler können dann entscheiden, ob sie ihre Karten zeigen oder „mucken“ (verdeckt abwerfen). Ein Spieler muss seine Karten nur zeigen, wenn er den Pot beansprucht.
Die Phasen im visuellen Überblick
Um den Ablauf noch besser zu verstehen, hier eine visuelle Darstellung der Kartenverteilung über die verschiedenen Spielphasen:
Die Rolle der Burn Cards
Ein oft übersehenes, aber wichtiges Element der Kartenausgabe sind die sogenannten Burn Cards. Vor dem Auslegen des Flops, des Turns und des Rivers legt der Dealer jeweils eine Karte verdeckt beiseite – er „verbrennt“ sie.
Das Verbrennen von Karten ist eine Sicherheitsmaßnahme mit langer Tradition. Es dient mehreren Zwecken:
Betrugsprävention: Sollte die oberste Karte des Decks durch einen Fehler oder absichtliche Manipulation markiert oder sichtbar sein, eliminiert das Verbrennen diesen Vorteil für den Betrüger.
Fairness bei Fehlern: Falls während der Wettrunde die oberste Karte versehentlich enthüllt wird, ist dies nicht die nächste Gemeinschaftskarte, sondern lediglich die Burn Card.
Tradition und Ritual: Das Burning gehört zum rituellen Ablauf des Spiels und schafft einen klaren Übergang zwischen den Phasen.
In einer vollständigen Hand werden somit drei Karten verbrannt: eine vor dem Flop, eine vor dem Turn und eine vor dem River. Diese Karten bleiben unbekannt und werden nicht mehr ins Spiel gebracht.
Die Bedeutung der Dealer-Position
Der Dealer-Button ist das zentrale Element der Positionsbestimmung am Pokertisch. In Casinos und professionellen Spielen teilt ein festangestellter Dealer die Karten aus, aber der Button wandert trotzdem von Spieler zu Spieler, um die Positionen zu markieren.
| Position | Bezeichnung | Besonderheit | Strategische Bewertung |
|---|---|---|---|
| 1 | Small Blind | Pflichteinsatz (halber Big Blind) | Schwach – handelt fast immer zuerst |
| 2 | Big Blind | Pflichteinsatz (voller Einsatz) | Schwach – aber freie Flop-Sicht möglich |
| 3 | Under the Gun (UTG) | Erste Aktion Preflop | Sehr schwach – keine Informationen |
| 4-5 | Early Position | Frühe Handlung | Schwach – enge Handauswahl nötig |
| 6-7 | Middle Position | Mittlere Handlung | Neutral – mehr Spielraum |
| 8 | Cutoff | Rechts vom Button | Stark – gute Steal-Position |
| 9 | Button (Dealer) | Letzte Aktion Post-Flop | Stärkste Position – maximale Information |
Der Button ist die profitabelste Position am Tisch, weil du nach dem Flop immer als Letzter handelst. Du siehst alle Aktionen deiner Gegner, bevor du entscheiden musst. Nutze diese Position, um mehr Hände zu spielen und Druck auf die Blinds auszuüben. Profis gewinnen einen überproportionalen Anteil ihrer Chips aus dem Button und Cutoff.
Uhrzeigersinn-Prinzip: Die Richtung des Spiels
Ein fundamentales Prinzip bei Texas Hold’em ist die Uhrzeigersinn-Bewegung. Dieses Prinzip gilt für nahezu alle Aspekte des Spiels:
Kartenausgabe: Die Hole Cards werden beginnend beim Small Blind im Uhrzeigersinn verteilt.
Wettrunden: Die Action wandert von Spieler zu Spieler im Uhrzeigersinn.
Button-Rotation: Nach jeder Hand bewegt sich der Dealer-Button einen Platz im Uhrzeigersinn weiter.
Blind-Rotation: Mit dem Button wandern auch Small und Big Blind im Uhrzeigersinn.
Dieses konsistente System gewährleistet, dass jeder Spieler im Verlauf einer Session in jeder Position sitzt und damit gleiche Chancen hat. Es verhindert, dass einzelne Spieler dauerhaft in vorteilhaften oder nachteiligen Positionen verbleiben.
Häufige Fehler bei der Kartenausgabe vermeiden
Besonders bei Heimspielen ohne professionellen Dealer schleichen sich oft Fehler in die Kartenausgabe ein. Hier sind die häufigsten Probleme und wie du sie vermeidest:
Falsche Startposition: Die Kartenausgabe muss beim Small Blind beginnen, nicht beim Dealer oder Big Blind. Lösung: Vor dem Austeilen immer die Position des Buttons bestätigen.
Vergessene Burn Cards: Das Verbrennen vor Flop, Turn und River wird oft vergessen. Lösung: Einen festen Rhythmus etablieren – Burn, dann Deal.
Vorzeitiges Aufdecken: Der Flop darf erst aufgedeckt werden, wenn die Preflop-Action komplett abgeschlossen ist. Lösung: Warten, bis alle Chips im Pot sind und die Spieler bereit sind.
Falsche Kartenanzahl: Manchmal werden zu viele oder zu wenige Flop-Karten ausgelegt. Lösung: Zählen! Der Flop hat immer exakt 3 Karten.
Die Kartenausgabe in verschiedenen Spielformaten
Während die grundlegende Reihenfolge der Kartenausgabe in allen Texas Hold’em Varianten identisch ist, gibt es je nach Spielformat einige Besonderheiten zu beachten:
Cash Games
In Cash Games bleiben die Blind-Strukturen konstant. Die Kartenausgabe erfolgt ohne Zeitdruck, und neue Spieler können jederzeit einsteigen. Jeder Chip hat seinen tatsächlichen Geldwert, was die Entscheidungen an jeder Straße zu echten monetären Entscheidungen macht.
Turniere
In Turnieren steigen die Blinds in regelmäßigen Intervallen. Dies zwingt die Spieler zu aktiverer Teilnahme und verhindert übermäßig passives Spiel. Die Kartenausgabe selbst bleibt gleich, aber der strategische Kontext ändert sich dramatisch mit steigenden Blinds und schrumpfenden Stacks.
Online Poker
Online erfolgt die Kartenausgabe automatisch durch die Software. Der große Vorteil: keine Fehler, keine verzögerten Ausgaben, keine Diskussionen. Die Software gewährleistet perfekte Einhaltung aller Regeln und ermöglicht deutlich mehr Hände pro Stunde als Live-Spiel.
Zusammenfassung und Praxis-Tipps
Die Reihenfolge der Kartenausgabe im Texas Hold’em ist das strukturelle Gerüst, auf dem das gesamte Spiel aufbaut. Vom ersten Blind bis zum letzten Showdown folgt jede Hand einem präzisen Protokoll, das Fairness garantiert und strategische Tiefe ermöglicht.
Das Verständnis dieser Abläufe ist nicht nur für den Dealer wichtig, sondern für jeden Spieler am Tisch. Es hilft dir, den Fluss des Spiels zu verstehen, Fehler zu erkennen und die strategischen Implikationen jeder Phase zu nutzen. Mit diesem Wissen ausgestattet, bist du bereit, Texas Hold’em auf einem höheren Niveau zu spielen und zu genießen.
1. Blinds werden gesetzt, bevor Karten ausgeteilt werden.
2. Jeder Spieler erhält zwei verdeckte Hole Cards.
3. Vier Wettrunden strukturieren das Spiel: Preflop, Flop, Turn, River.
4. Vor Flop, Turn und River wird jeweils eine Karte verbrannt.
5. Der Flop bringt 3 Karten, Turn und River jeweils eine.
6. Alles läuft im Uhrzeigersinn – Karten, Action und Button-Rotation.
7. Der Showdown entscheidet über die beste 5-Karten-Hand.
In welcher Reihenfolge werden die Karten beim Texas Hold’em ausgeteilt?
Die Kartenausgabe beginnt mit den Blinds (Small und Big Blind). Dann erhält jeder Spieler zwei verdeckte Hole Cards, beginnend beim Small Blind im Uhrzeigersinn. Nach der Preflop-Wettrunde folgt der Flop (3 Gemeinschaftskarten), dann der Turn (4. Karte) und schließlich der River (5. Karte). Vor jeder Gemeinschaftskartenrunde wird eine Burn Card verbrannt.
Was sind Burn Cards und warum werden sie verwendet?
Burn Cards sind Karten, die der Dealer vor dem Auslegen des Flops, Turns und Rivers verdeckt beiseitelegt. Pro Hand werden drei Karten verbrannt. Diese Sicherheitsmaßnahme verhindert Betrug durch markierte oder versehentlich sichtbare Karten. Sollte die oberste Karte des Decks durch einen Fehler erkennbar sein, ist dies nicht die nächste Gemeinschaftskarte.
Wer beginnt mit dem Setzen in jeder Wettrunde?
Preflop beginnt der Spieler links vom Big Blind (Under the Gun). Nach dem Flop, Turn und River beginnt der erste noch aktive Spieler links vom Dealer-Button. Diese Position bleibt während der gesamten Hand konstant, auch wenn Spieler aussteigen.
Warum rotiert der Dealer-Button im Uhrzeigersinn?
Die Button-Rotation gewährleistet Fairness. Da die Position am Tisch erheblichen Einfluss auf den strategischen Vorteil hat, sorgt die Rotation dafür, dass jeder Spieler im Verlauf einer Session alle Positionen einnimmt. So hat niemand einen dauerhaften Positionsvorteil oder -nachteil.
Wie viele Karten werden insgesamt pro Hand ausgeteilt?
Pro Hand werden 2 Hole Cards an jeden Spieler plus 5 Gemeinschaftskarten ausgeteilt. Bei einem vollen Tisch mit 9 Spielern sind das 18 Hole Cards plus 5 Gemeinschaftskarten plus 3 Burn Cards = 26 Karten. Die restlichen 26 Karten des 52-Karten-Decks bleiben ungenutzt.
Was passiert, wenn ein Dealer-Fehler bei der Kartenausgabe auftritt?
Bei Fehlern gelten klare Regeln: Wird eine Hole Card versehentlich aufgedeckt, erhält der Spieler nach kompletter Verteilung eine Ersatzkarte, die aufgedeckte wird zur Burn Card. Bei Board-Fehlern variieren die Regeln je nach Situation und Casino. Grundsätzlich gilt: Die Integrität der Hand hat Priorität, und Entscheidungen trifft der Floor Manager.
Warum werden beim Flop drei Karten gleichzeitig aufgedeckt?
Der Flop als 3-Karten-Paket ist eine Design-Entscheidung des Spiels. Es erzeugt einen dramatischen Moment, der die Hand maßgeblich definiert. Nach dem Flop sind 71% der Information verfügbar, was strategische Tiefe schafft. Die einzelne Ausgabe von Turn und River steigert dann die Spannung graduell bis zum Showdown.
Kann man beim Texas Hold’em nur die Gemeinschaftskarten spielen?
Ja, das nennt sich ‚Playing the Board‘. Wenn die fünf Gemeinschaftskarten die beste mögliche Hand bilden (z.B. eine Straße auf dem Board), können alle verbliebenen Spieler nur diese Hand spielen. In diesem Fall wird der Pot unter allen Spielern aufgeteilt, die zum Showdown gekommen sind.
Was ist der Unterschied zwischen Live-Poker und Online-Poker bei der Kartenausgabe?
Die Reihenfolge ist identisch, aber die Ausführung unterscheidet sich. Online erfolgt alles automatisch durch Software – fehlerfrei und schneller. Live-Poker hat einen menschlichen Dealer, wobei Fehler möglich sind. Online werden etwa 60-100 Hände pro Stunde gespielt, live nur 25-35. Die Software garantiert zudem perfektes Mischen und faire Verteilung.
Wie wichtig ist die Position für die Strategie bei der Kartenausgabe?
Die Position ist einer der wichtigsten Faktoren im Texas Hold’em. Der Button (Dealer-Position) ist die stärkste Position, weil man nach dem Flop immer als Letzter handelt. Man sieht alle Aktionen der Gegner vor der eigenen Entscheidung. Profis gewinnen einen überproportionalen Anteil ihrer Chips aus späten Positionen und passen ihre Handauswahl entsprechend an.
Letzte Bearbeitung am Mittwoch, 10. Dezember 2025 – 8:56 Uhr von Alex, Webmaster für Google und Bing SEO.